Bildungsintegration als Eintrittskarte in ein selbstbestimmtes Leben

Die Betreuung minderjähriger, unbegleiteter Flüchtlinge stellt eine besonders große Herausforderung dar: In den meisten Fällen verfügen die Jugendlichen über keine Schulabschlüsse oder berufliche Ausbildungen und beherrschen darüber hinaus kaum die deutsche Sprache. Eine professionelle und umfassende Betreuung muss folglich darauf abzielen, jungen Flüchtlingen Deutschkenntnisse, Schulabschlüsse, Ausbildungsplätze und Jobs zu vermitteln, um sie letztendlich in die Lage zu versetzen, ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft zu bestreiten.

Der Hamburger Senat hat dies ebenfalls erkannt und greift seit kurzem zu einer Maßnahme, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat: Um die Chancen der Jugendlichen auf dem Job- und Ausbildungsmarkt zu verbessern und ihnen den Übergang in die Arbeitswelt zu erleichtern, stellt die Stadt Hamburg zur Betreuung der Flüchtlinge sogenannte betriebliche Integrationsbegleiter [1] ein.

Die BIBs decken viele verschiedene Aufgabenbereiche ab. Die wichtigste Tätigkeit der BIB besteht darin, als Mentor den Jugendlichen zur Seite zu stehen und sie auf dem individuellen Weg der beruflichen Orientierung zu begleiten. Dies bedeutet sie dabei zu unterstützen, ihre Stärken zu erkennen und ihrer Interessen in bestimmten Berufsfeldern zu entwickeln. Dazu gehört eine ausgiebige Beratung und Begleitung der Jugendlichen sowohl in ihrer Berufsschule als auch am Arbeitsplatz.

Gerade zu Anfang eines Praktikums dient der BIB als Vermittler zwischen den Jugendlichen und dem jeweiligen Chef des Unternehmens bzw. der Ableitungsleitung und den Kollegen. So werden Hemmnisse bereits von Anfang an beseitigt. Außerdem unterstützt der BIB den Jugendlichen in der bewussten Wahrnehmung der betriebseigenen Kultur, Sprache, Abläufe und der sozialen Beziehungen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Arbeit des Integrationsbegleiters ist, die Jugendlichen bei der Aneignung der deutschen Sprache zu unterstützen um somit, eine erfolgreiche Integration in die Ausbildungs- und Berufswelt zu ermöglichen.

Integrationsarbeit ist seit langem Schwerpunkt der Arbeit von HAYATT. Als Sprach- und Kulturmittler, DaF-Lehrer und Mitglieder eines Teams, zu dem auch Berufsschullehrer, Schulleitungen und das Hamburger Institut für Berufliche Bildung (HIBB) gehören, unterstützen unsere Integrationsbegleiter die Jugendlichen u.a. beim Erwerb der deutschen Sprache, beim Zusammenstellen der Bewerbungsunterlagen und bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz. Zudem fungieren sie als Brücke zwischen den Flüchtlingen und den Betrieben und sorgen somit frühzeitig dafür, dass sich aus den Praktika, langfristige Ausbildungs- und Beschäftigungsperspektiven entwickeln können. Derzeit führt HAYATT an sechs Hamburger Schulen Integrationsbegleitungen durch.

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Unser Ziel: Deine Integration!

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Zitat Negin Mani:

„Ich habe am eigenen Leib erfahren was es bedeutet, als Flüchtling in einem fremden Land zu leben, dessen Sprache man nicht spricht. Ich kenne die Hilflosigkeit, der man dabei ausgesetzt ist und weiß, wie wichtig es ist, jemanden zu haben, der sich auskennt. Der einem zeigt, wie man sich um Stellen bewirbt, auf Vorstellungsgespräche vorbereitet und am Arbeitsplatz korrekt verhält. Aus diesem Grund habe ich angefangen als Integrationsbegleiterin zu arbeiten: Ich möchte, dass es andere jugendliche Flüchtlinge einfacher haben als ich.“

Negin Mani – Integrationsbegleiterin bei HAYATT (plus Foto)

[1] Betriebliche IntegrationsbegleiterInnen werden im Folgenden als BIB bezeichnet.

Kontakt

Dr. Tamer Mohamed
Efftingestr.28
22041 Hamburg
Tel: 040 - 3076191
Fax: 040 - 307 13 208
tamer.mohamed@hayatt-hamburg.de